80er

Marius Müller-Westernhagen

Marius Müller-Westernhagen (* 6. Dezember 1948 in Düsseldorf), später auch nur Westernhagen, ist ein deutscher Rock-Musiker und Schauspieler. Mit rund 11,2 Millionen verkauften Tonträgern gilt er als einer der erfolgreichsten deutschen Musiker.

Zwischen 1982 und 1986 erschienen fünf Alben, auf denen teilweise mit Synthesizern experimentiert wurde und auf denen Müller-Westernhagen auch Mackie Messer von Brecht und Weill coverte (zu hören auf "Die Sonne so rot" von 1984).

Zu seiner erfolgreichsten Veröffentlichung wurde in dieser Zeit das Album "Laß uns leben" (erschienen 1985), eine Zusammenstellung von Balladen seiner bis dahin veröffentlichten LPs.

In dieser Zeit wirkte Müller-Westernhagen beim Projekt Band für Afrika mit. Außerdem absolvierte er zu den Alben recht erfolgreiche Tourneen. Hier erarbeitete er sich den Ruf eines exzellenten Live-Künstlers. Auch trat er in den 1980er Jahren mehrmals beim Festival Rock am Ring auf.

1987 produzierte er das Album "Westernhagen", mit dem er sich vom Image des burschikosen Pöblers „Marius“ verabschiedete und nunmehr zum gut gekleideten, adretten und arrogant wirkenden „Westernhagen“ geriet, was bei vielen Fans der ersten Stunde zu Irritationen führte. Auch „Müller“ mit Bindestrich tilgte er mit diesem Album aus seinem Namen.

Der Imagewechsel brachte ihm zuweilen den Ruf als „Armani-Rocker“ ein.

Dennoch wurde das Album viel beachtet und enthielt Lieder, die inzwischen fast zu Klassikern geworden sind (beispielsweise "Ganz und gar" und "Weißt Du, dass ich glücklich bin"), vor allem aber der Song "Freiheit", der seit 1989 als Lied-Synonym der deutschen Wiedervereinigung gilt.
Erstellung: 06.04.2021 (16:25)
Letzte Änderung: 12.04.2021 (22:00)

Marius Müller-Westernhagen auf achtziger.net