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Visage - The Anvil (LP, 1982)

Eher dem Pop zugewandt präsentiert sich das zweite Album von Visage. Der New Romantic-Aspekt trat nun etwas zurück, Frontmann Steve Strange (im Januar 2015 verstorben) verlor zwar weder Haarspray noch Make-Up, allerdings sind die Songs nun glatter, gefügiger, Charts-geeigneter und 1982 war schließlich nicht mehr 1980. Trends und Moden wechselten in den 80ern ebenso schnell wie heute und wurden - erneut wie heute - höchstprofitabel zu Tode geritten. Dennoch kann das Album nahtlos an die Erfolge des Debüt-Albums anknüpfen; wenn auch keiner dieser Überflieger-Songs wie „Fade to Grey“ dabei ist. „The Damned don't cry“ ist eindeutig als Visage-Song zu identifizieren, noch bevor überhaupt der Gesang einsetzt. Dagegen ist „Night Train“ beispielsweise einer dieser typischen, nicht schlechten, aber aalglatten Dance-Nummern, wie sie zu der Zeit massenweise herauskamen. An der Schallplatte ansich gibt es wieder nichts zu bemängeln - die Qualitätskontrolle hat ihren Job getan: Die Platte ist Plan, sauber und nach fast 40 Jahren immer noch problemlos knisterfrei anhörbar.

  • The Damned Don't Cry

  • Anvil (Night Club School)

  • Move Up

  • Night Train

  • The Horseman

  • Look What They've Done

  • Again We Love

  • Wild Life

  • Whispers


Erstellung: 12.09.2019 (14:05)
Letzte Änderung: 06.09.2020 (10:30)