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Captain Future

Captain Future ist eine US-Pulp-Serie von Edmond Hamilton, die von 1940 bis 1944 erschien. Sie wurde in Europa vor allem durch die Anime-Serie bekannt, die Anfang der 1980er-Jahre im Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Captain Futures Eltern waren die Wissenschaftler Elaine und Roger Newton, die von einem Kriminellen namens Victor Corvo verfolgt wurden und deshalb auf den Mond flohen. In einer versteckten Basis unter dem Krater Tycho wollten sie künstliche Wesen erschaffen, die als Helfer der Menschheit dienen sollten.

Begleitet wurden sie auf ihrer Flucht von Simon Wright, einem todkranken, alternden Wissenschaftler, dessen Gehirn vom Körper getrennt und in einen Behälter transferiert worden war, um ihm das Überleben zu ermöglichen.

Gemeinsam erschuf das Wissenschaftler-Trio zuerst den Roboter Grag, dann den Androiden Otto.

In Deutschland begann das ZDF am 27. September 1980 mit der Ausstrahlung der Fernsehserie. Diese war jedoch gekürzt und in der Reihenfolge der Mehrteiler verändert worden. Außerdem hatten sich durch die mehrfache Übersetzung der Namen Fehler eingeschlichen, da diese zunächst aus den englischsprachigen Büchern für die Produktion des Animes ins Japanische übersetzt wurden und für die ZDF-Fassung anschließend ins Deutsche.

Die Anime-Serie war die erste ihrer Art in Deutschland, die sich an Kinder jenseits des Grundschulalters richtete. Der damalige Leiter des Kinder- und Jugendprogrammes, Josef Göhlen, war überzeugt, dass Science-Fiction-Erzählungen bei Kindern sehr gut ankommen würden. Die Serie wurde nach dem damaligen Verständnis des Jugendschutzes für das deutsche Fernsehen bearbeitet und war in Deutschland durch den Verkauf von Merchandise-Artikeln erfolgreich. Die Ausstrahlung führte allerdings auch zu starken Protesten bei Eltern und Jugendorganisationen; selbst in einem Schulbuch wurde vor der Serie gewarnt. Das ZDF kaufte daraufhin keine weiteren Rechte an der Serie.

Heute genießt Captain Future im deutschen Sprachraum Kultstatus, nicht zuletzt dank des von Christian Bruhn völlig neu erstellten, futuristischen Soundtracks, der sich sehr von der Musik des japanischen Originals unterscheidet. In der Titelmelodie spielt Bruhn Klavier und seine vierte Frau Erika singt den Sopran.

Die Fernsehserie und das Special sind in Deutschland auf DVD erschienen. Die Reihenfolge der Handlungsbögen entspricht dabei nicht der deutschen Ausstrahlung, sondern der ursprünglichen Reihenfolge in Japan.

Veröffentlichungen

«Vol.1»
('81, MV)
«Vol. 2»
('81, MV)
«Vol. 3»
('81, MV)
«Komplettbox»
('81, MV)
Woche (KW) 51
19. Dezember 2018

Song des Tages:
«Let It Be»

Die 80er Jahre im Überblick.

1980