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Brausepöter

Brausepöter ist eine der ersten Bands, die Punk und New Wave mit deutschen Texten verbunden hat. Sie wurde 1978 in Rietberg (Nordrhein-Westfalen) gegründet. Ihr bekanntestes Lied ist Bundeswehr.

Bei ihrer Gründung wollte die Band, die sich anfangs noch Nordwestdeutsches Eiterlager nannte, alle gängigen Muster und Stereotypen der Rockmusik aufbrechen. Ihr war der damals vorherrschende Progressive- und Jazzrock verhasst, genauso wie die Spät-Hippies und -68er, die meist Zuhörer dieser Musik waren. Brausepöter sangen von Anfang an in ihrer eigenen Sprache.

Ihr erstes Tape, Immer der gleiche Scheiß, erschien 1979 im Eigenvertrieb und enthielt zehn frühe Punkrock-Titel. 1980 schickte Alfred Hilsberg die Band zur Aufnahme der 7" Liebe, Glück, Zufriedenheit ins Studio. Sie ist eine der frühesten Veröffentlichungen des Hamburger ZickZack-Labels (ZZ18). Die Platte fand Anklang bei der Presse, die Band ist aber bis heute mit dem Klang unzufrieden, den Bandmitgliedern sind die Aufnahmen zu „weich gespült“.

1980 bestritt Brausepöter mit den Einstürzenden Neubauten, Abwärts und weiteren das legendäre ZickZack-Festival in der Hamburger Markthalle. Die großen Musikzeitschriften wie Sounds und Musikexpress berichteten, und die ARD wurde auf die Band aufmerksam. Zum Brausepöter-Song Bundeswehr drehte sie 1981 ein Video in einer zum Abbruch freigegebenen Schnapsbrennerei. Es wurde im Rahmen des Films Tempo 82 in der ARD gesendet. Es folgten Auftritte mit Bands wie der Synthie-Pop-Größe Human League, bei denen man sich schon nicht mehr gut platziert fühlte. Von der Kommerzialisierung der Neuen Deutschen Welle angeödet, löste sich Brausepöter im Jahr 1982 wieder auf. Die mit ZickZack geplante LP lieferte die Band nicht mehr ab.

Diskographie (1980-89)

zur Zeit noch keine Veröffentlichungen abrufbar
Woche (KW) 51
18. Dezember 2018

Song des Tages:
«Everything I Own»

Die 80er Jahre im Überblick.

1980